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Nerezine, ein Ort in dem heute 400 Menschen leben, ist überschaubar und klein und bietet doch eine nahezu „urbane“ Struktur mit Geschäften, Cafe, Kiosk, Supermarkt, Post und sogar zwei Frisiersalons. Wichtigster Wirtschaftsfaktor am Ort ist eine kleine Werft, die sich auf den Holzschiffsbau spezialisiert hat. Bauern und Fischer haben Nerezine geprägt. In seiner aufgelockerten Struktur am Hang des Berges Televrin, macht der Ort mit kleinen Feldern und zahlreichen Hausgärten den Eindruck einer grünen Oase. Der Nachbarort Osor, etwa 4 km entfernt, ist über grüne Spazierwege gut zu erreichen. Osor ist Scharnier zwischen den beiden Inseln Cres im Norden und Losinj im Süden, war römische Hafenstadt und Jahrhunderte lang Handelspunkt, später Bischofssitz und ist heute im Sommer Gastgeber eines Musikifestivals. Der Dom, die Ruinen zweier Klöster, ein archäologisches sowie ein kleines Bischofsmuseum sind interessante Besuchspunkte. Die Hauptstadt der gleichnamigen Insel ist das 20 km entfernte Losinj, eine lebendige Inselmetropole am Wasser. Losinj war bedeutender kroatischer Seefahrtsort mit Schiffsbau und eigener Handelsflotte, später ein beliebter österreichischer Kurort, und ist heute das touristische Zentrum mit zahlreichen Geschäften, Kiosken, Cafes rund um das große Hafenbecken. Von hier startet täglich ein Post- und Versorgungsschiff zu den umliegenden kleinen und kleinsten Inseln, eine Rundreise, die einmalige Einblicke in das tägliche Leben der Inselwelt bietet. Die Hauptstadt der Nachbarinsel Cres, mit dem Bus oder Auto leicht zu erreichen, war Jahrhunderte lang der Verwaltungssitz Venedigs für die gesamte Inselgruppe. Bis heute ist nicht nur der italienische Dialekt davon geprägt, sondern vor allem die Stadtstruktur mit engen Gassen, Winkeln und Innenhöfen. So hat man von Nerezine aus nahe und doch völlig unterschiedliche Ausflugsziele, die jeweils die römische, die venezianische und die österreichische Geschichte der Inseln dokumentieren. |