Der Sonne entgegen (Express 5. April 2007)
Vom Flughafen Rijeka sind es mit Fähre und Auto rund 50 Minuten bis Nerezine. Das Hotel „Televrin", benannt nach dem Berggipfel, der das Erscheinungsbild der Insel Losinj bestimmt, bietet 13 Doppelzimmer und zwei Suiten mit sehr persönlichem Ambiente, alle ausgestattet mit Bad, Klimaanlage, TV, Telefon, Terrasse oder Balkon (Preise saisonabhängig zwischen 28 und 120 Euro pro Nacht). Interessant sind die Angebote, z. B. das geführte „Wandern und Kultur", „Yoga und Wandern", kulinarische Exkursionen auf den Inseln oder die diversen Seminare wie das zum Thema „Heinrich Boll" (15.-22.April). Informationen erhalten Sie über die Thomas-Morus-Akademie (www.tma-bens-berg.de) oder über das Hotel Televrin (www.Televrin.com).
Der Sonne entgegen (Express 5. April 2007)
Vom Flughafen Rijeka sind es mit Fähre und Auto rund 50 Minuten bis Nerezine. Das Hotel „Televrin", benannt nach dem Berggipfel, der das Erscheinungsbild der Insel Losinj bestimmt, bietet 13 Doppelzimmer und zwei Suiten mit sehr persönlichem Ambiente, alle ausgestattet mit Bad, Klimaanlage, TV, Telefon, Terrasse oder Balkon (Preise saisonabhängig zwischen 28 und 120 Euro pro Nacht). Interessant sind die Angebote, z. B. das geführte „Wandern und Kultur", „Yoga und Wandern", kulinarische Exkursionen auf den Inseln oder die diversen Seminare wie das zum Thema „Heinrich Boll" (15.-22.April). Informationen erhalten Sie über die Thomas-Morus-Akademie (www.tma-bens-berg.de) oder über das Hotel Televrin (www.Televrin.com). Was wollen Sie? Sonne satt? Sub¬tropisches Klima am Meer? Die Geschichte des Abendlandes auf kleinstem Raum? Eine hervorra¬gende Infrastruktur, ohne vom Massentourismus überrollt zu werden? Können Sie haben, auf der Insel Losinj vor der Küste Kroatiens, von Köln aus in gut drei Stunden zu erreichen. Schon vor gut zwanzig Jah¬ren entdeck¬ten Schau¬spieler wie Heidi Kabel oder Klausjür¬gen Wussow die Insel - als Darsteller der erfolgreichen ZDF-Serie „Der Sonne entgegen".
Ich bin schneller da als meine Freunde an der Schelde", sagt Karl-Heinz Pütz, „und in Holland ist es immer kälter." Der langjährige Chef der PopKomm, Musikproduzent und jetzige Hörbuchchef beim Random House eroberte sich die Insel erst als Tourist, dann als Resident, inzwi¬schen als Hotelbesitzer. Das „Te¬levrin", das umgebaute 100 Jahre al-te Hafenamt in der malerischen Bucht von Nerezine, betreibt er zu¬sammen mit Ferdi Zorovic, dem Ex¬-Bürgermeister des zu Normalzeiten 400-Seelen-Ortes, und dem Kölner Journalisten und „Stadtführer" Dr. Martin Stankowski. Für die Insel „ein Gewinn", sagt Zorovic, „die Habsburger und die Italiener waren hier und wir mussten uns anpassen, die Rheinländer lassen uns unseren Stil.“
Kein Wunder, die Rheinländer - auch andere wie Musiker Arno Steffen oder Kabarettist Heinrich Pachl haben hier renovierungsbedürftige Häuser gekauft und restauriert - lieben diese Insel grad so, wie sie ist. Pachl schwärmt von den Menschen hier (von denen viele Deutsch sprechen), „ihrer natürlichen Fröhlichkeit, der Offenheit anderen gegenüber", Stankowski ist fasziniert, „weil meine Heimat Sauerland nicht ein Bruchteil der Geschichte biete, die allein Nerezine vorzuweisen hat“.
Ihre Begeisterung wollen die Nerezine-Fans teilen, deshalb erzählen sie nicht nur von den Möglichkeiten zu campen, zu tauchen, zu wandern, Delphine zu beobachten, sich an den zur Identifizierung blau, grün oder rot angemalten Schafen zwischen den inseltypischen uralten Steinmauern zu ergötzen. Sie bieten auch ein sehr persönliches Programm. So hält Pachl Kabarett-Seminare ab, so lädt Teilzeit-Aussteiger Pütz („Ich bin Organisator hier, gelegentlicher Koch, Reise- und Bootsführer") zum „Suchen, Sammeln, Kochen" ein: „Sieben Tage lang kommen wir alle da ohne Supermarkt aus."
Stankowski wandert mit den Besuchern auf von Olivenbäumen gesäumten Wegen, erzählt Geschichten, zeigt Original-Inschriften an historischen Gebäuden wie diese: „Die Männer sollen nicht an die Kirche pissen." Wenn der 63-Jährige aber erklären soll, warum es ihn immer wieder auf die Insel zieht, dann sagt er nur: „Ich bin hier, weil es so schön ist." |